Aufkauf von Schweizer Bankdaten
Samstag, den 06. Februar 2010 um 23:14 Uhr
Deutsche Bankkunden haben Steuern in "beträchtlicher Höhe" hinterzogen. Die Steuerfahnder haben einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge festgestellt, dass der umstrittene Kauf einer Schweizer Daten-CD bis zu 400 Millionen Euro einbringen könnte. Rechtlich ist der Kauf gestohlener Bankdaten rechtswidrig. Betroffene Bürger müssen nun mit Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung rechnen.

Ein Informant hat den deutschen Behörden eine CD-ROM angeboten, die dem Fiskus 200 Millionen Euro bescheren könnte. Mittlerweile sind hundert Stichproben aus der Datensammlung ausgewertet worden.

Die Daten stammen nach Angaben mehrerer Zeitungen aus dem Bankhaus Credit Suisse. Interne Unterlagen der Bank aus dem Jahr 2004 legen laut den Berichten  zufolge den Verdacht nahe, dass mehr als 80 Prozent aller Deutschen, die ihr Geld bei Credit Suisse in der Schweiz anlegten, ihre Zinserträge vor dem Fiskus versteckten. Sofern die Tat noch nicht entdeckt ist, kann eine Selbstanzeige vor einer Strafverfolgung bewahren.